Amalgamsanierung unter Dreifachschutz

Schon seit langem besteht der Verdacht, dass Amalgam in größtem Maße toxisch wirken kann. Nach wie vor wird dieses Thema sehr kontrovers diskutiert.

Fakt ist, dass Amalgam zu ca. 50 % aus Quecksilber (Hg) und zur anderen Hälfte aus Silber, Zinn, Kupfer und Zink besteht. Hg bzw. Hg-Ionen werden aus amalgamhaltigen Füllungen freigesetzt. Ebenso ist bekannt, dass Amalgamfüllungen mit einer erhöhten Konzentration von Quecksilber in Niere und Gehirn korrelieren.

Amalgamfüllungen stellen eine Hauptbelastungsquelle des Menschen für Quecksilber dar ¹,².

Quecksilber wird als eines der giftigsten nichtradioaktiven Elemente angesehen, giftiger als Cadmium und Blei. Ein wichtiger Grund dafür ist, dass sich ionisiertes Quecksilber sehr fest an Proteine (Eiweiße) binden kann. Die Funktion dieser Einweiße wird dadurch irreversibel zerstört. In unserem Körper sind Proteine an allen Stoffwechselvorgängen beteiligt.

In Deutschland muss Amalgam als Sondermüll entsorgt werden. Trotzdem wird es hierzulande noch häufig für Zahnfüllungen verwendet. In Schweden zum Beispiel ist es seit vielen Jahren verboten.

Sicherlich muss nicht jeder Patient durch Amalgamfüllungen krank werden oder an Befindlichkeitsstörungen leiden, dennoch gibt es zahlreiche Symptome, die verursacht oder verstärkt werden können.

WICHTIG

  • Eine Amalgamsanierung bedeutet weit mehr, als nur die alten Füllungen herauszubohren!
  • Die Behandlung und Amalgamausleitung sollte in Absprache und Koordination mit einem erfahrenen Therapeuten erfolgen.
  • Grundsätzlich nie während der Schwangerschaft oder Stillzeit.

Vorgehen:

Kofferdam isoliert die zu behandelnden Zähne, Sie tragen einen speziellen Mundschutz, eine Schutzbrille und bekommen Sauerstoff über eine Nasensonde zugeführt. Abgesaugt wird mit sog. „CleanUP“-Saugern, wobei die eigentliche Entfernung der Füllungen mit niedrigen Drehzahlen und besonderen Einmalbohrern durchgeführt wird. Vor und nach der Behandlung spülen Sie mit einer Natriumthiosulfatlösung.

Was bezahlen die gesetzlichen Krankenkassen?

Gesetzliche Krankenkassen leisten, bis auf sehr wenige Ausnahmen, keinen Zuschuss zur Amalgam-Sanierung. Sie müssen die Kosten in aller Regel selbst tragen.

Ausnahmen: wenn Sie eine nachgewiesene Allergie (pos. Hautallergie-Test) gegen Amalgam oder seine Bestandteile vorweisen können, eine Nierenerkrankung haben und natürlich wenn eine alte Amalgamfüllung defekt ist, bekommen Sie den Gegenwert einer etwas höherwertigen Füllung erstattet.

In keinem Fall bekommen Sie die umfangreichen Maßnahmen, die für den Schutz erforderlich sind bezahlt, oder gar Keramikfüllungen. In der Regel tragen Sie sämtliche Kosten selbst.

Sie möchten mehr darüber erfahren? Wir beraten Sie gern.


1) L Järup: Hazard of heavy metal contamination, British medical bulletin 2003, 68,167-182.

2) B. Link, et al.: Baden-Wuerttemberg Environmental Health Survey (BW-EHS) from 1996 to 2003: Toxic metals in blood and urine of children, International journal of hygiene and environmental health 05.2007, 210 (3-4), 357-371

Dr. Dirk Schaper
Dr. Michael Lenz

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